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Soeben erschienenSoeben erschienen»Martin Schüller ist der Beste: spannend, scharfsinnig
und einfach unverschämt gut.«

Reinhard Jahn
Juror Deutscher Krimpreis

 

 

 »Ein Kriminalroman, der in seiner erzählerischen Intensität einzigartig ist«

BLICK Rosenheim

 

 

»Es geht um einen Ex-Kommissar auf Abwegen, eine Brandstiftung in einem Flüchtlingsheim, einen von Polizisten vertuschten Mord. Und um menschliche Katastrophen, ausgelöst durch das bedrückende Totalversagen staatlicher Organe. „Der Bulle von Garmisch“ ist ein überaus gelungener Krimi mit logisch aufgebauten Handlungen und stark gezeichneten Figuren. Dichte, schnelle Dialoge sorgen für eine authentische Erzähl- und Lese-Atmosphäre und mit Leben erfüllte Szenen. Martin Schüller schafft Charaktere, die atmen, nach Luft schnappen, fast ersticken, taumeln, aufstehen, versagen, zweifeln, gewinnen und verlieren.«

Rheinbruecke-Online.de
(Hier die ganze Rezension)

 

»Schnelle Dialoge, präzise getaktete Plots und unvergleich prägnante
Charaktere ... spannende, scharfsinnige Krimi-Unterhaltung.«

WAZ

 

 »Schüller beschreibt das Leid seiner Figuren, so wie es ist. Ohne großes Pathos. Dafür aber hie und da mit einer Prise schwarzem Humor. Damit schafft er fesselnde Unterhaltung.«
Garmisch-Partenkirchner Tagblatt

 

»Facettenreich zeichnet der Autor seine Figuren. Sie passen in kein Schema. Das Prinzip ›guter Bulle, böser Bulle‹ funktioniert hier nicht.«
Bergwelten- Magazin

 

 

 

Der fünfte Band der Garmisch-Reihe

 

Der Düsseldorfer Privatdetektiv Jo Kant ist auf der Suche nach einem verschwundenen Waffenhändler -  und stößt in Garmisch auf einen alten Bekannten: Ex-Kommissar Schwemmer. Die beiden verbindet eine herzliche Antipathie, aber ein gemeinsamer Gegner ist ein guter Grund, sich zusammenzuraufen, denn das Böse lauert diesmal in den Reihen der Polizei.

 

 

 

 

 

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Leseprobe:

 

Es war ein energisches Klopfen, auf das Schafmann mit »Herein« antwortete. Eine Sekunde später stand Grellmayer in seinem Büro. Zwei Sekunden später fläzte er auf dem Besucherstuhl und grinste Schafmann feist an.

  »Mit dem Kuzcinsky hast' leider den Falschen erwischt«, sagte er.

  »Das bezweifle ich stark.«

  »Das kann ja sein, aber du wirst ihn laufen lassen müssen.«

  »Also gehört der zu dir.«

  »Das werd ich nicht kommentieren. Und du solltest das so nicht behaupten, schon gar nicht anderen gegenüber.«

  »Bist du jetzt V-Mann-Führer?«

  Grellmayer schüttelte mit gequälter Miene den Kopf. »Was soll ich auf die Frage antworten? Selbst wenn's stimmt, du weißt doch, dass ich das nicht zugeben darf.«

  »Dann leiste ich mir wohl einfach mal eine Meinung.«

  »Von mir aus. Hauptsache, du red'st nicht drüber.«

  »Schön. Und mit welcher Begründung lass ich ihn laufen?«

  »Er sagt, du hättest dich nicht als Polizist vorgestellt und ihn mit der Waffe bedroht.«

  »So, sagt er das? Und das glaubst du ihm?«

  »Freilich.«

  »Ha! Wenn andere den Leuten geglaubt hätten, die gegen dich ausgesagt haben, dann säßest du heut nicht da.«

  Grellmayers Miene wurde eisig. »Jetzt halt mal schön den Ball flach, Kollege. Sonst hast du ratzfatz ein Diszi am Bein. Und da hat der Kuzcinsky weiter noch gar nichts gesagt. Der könnt nämlich wissen, wer den Molli durch das Fenster geworfen hat.«

  Schafmann versuchte, seine Reaktionen unter Kontrolle zu halten, aber er hatte das Gefühl, rote Flecken auf den Wangen zu bekommen. »So?«, fragte er lahm.

  Das feiste Grinsen war schon wieder auf Grellmayers Gesicht zurückgekehrt. »Dein Filius war das. Der Fabi ... Den kenn ich noch, da war er so ...« Grellmayer streckte die Hand aus, in Höhe der Schreibtischplatte. »Hat der nicht bei den Tölzern gesungen?«

  »Das war sein Bruder«, murmelte Schafmann.

  »Dann war er das, der Hockei gespielt hat. Ja mei. Und jetzt zündet er Häuser an. Mit Menschen drin. Versuchter Mord, oder?«

  Schafmann vermied es, Grellmayer anzusehen.

  »Noch hat er nicht ausgesagt, der Kuzcinsky. Könnt er aber machen.«

  Schafmann schwieg.

  »Da sagt er nix, der Herr EKHK. Das interpretier ich mal so, dass wir uns einig sind. Schön. Dann sag ich mal Servus.«

  Grellmayer stand auf und ging hinaus, ohne auf eine Antwort zu warten.

  Schafmann ballte die Fäuste, bis sie dunkel anliefen. Dann wählte er die Nummer der Wache.

  »Den Kuczinsky«, sagte er, »bringt mir den mal in mein Büro.«