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Jazz ist not dead, it just smells funny.
FZJazz ist not dead, it just smells funny. FZ

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das sagen die Profis:

»Martin Schüller erzählt unaufgeregt und beinahe nebenbei, um das beliebte Wort lakonisch zu vermeiden, ohne literarischen Schnickschnack, fast fällt einem dabei der Namen Chandler ein, würde sich der nicht allzu leicht auf lakonisch reimen.«

Konrad Heidkamp in NDR4

 

Das sagen die Leser:

»Spannender Köln-Krimi, der nie langweilig wird. Empfehlenswert für alle Krimifreunde.«

Stefan, Ratingen auf Amazon

 

»Ein spannenderKrimi, und wenn jemand an Musik und Jazz in allen seinen Ausrichtungen interessiert, dann ist das genau das richtige Buch.«

Wolfgang Schuhholz, Würtemberg auf Amazon

 

Ein Krimi für alle, die Musik lieben und die wissen, daß darin Wunder passieren können. Gute und böse.

 

Hat das Saxofon wirklich Charlie Parker gehört, das Jan Richter zum Kauf angeboten wird? Jan steckt in der Klemme: Er wird von Kredithaien bedroht, und sein Jazzclub steht kurz vor der Pleite. Das Saxofon als Gage für einen großen amerikanischen Jazzstar wäre die Rettung. Doch bevor Jan das Sax in die Hand bekommt, verschwindet es spurlos - und mit ihm sein Besitzer. Jan wird von Schlägern bedroht, eine Leiche schwimmt im Rhein. Jan erkennt, dass dieses Saxofon mehr sein muss, als nur ein Musikinstrument. Für ihn beginnt eine verzweifelte Suche, die ihn von Köln nach Lissabon und weit in die Vergangenheit führt - in eine Welt, in der Menschen für Musik ihre Seele verkaufen.

LESEPROBE:

 

Sie standen vor einer Holzhütte, vielleicht vier mal sechs Meter groß. Man konnte noch Reste eines ehemals blauen Anstriches erkennen. Immerhin machte sie einen soliden Eindruck. Auf dem Dach war eine provisorische Antenne befestigt. Rings um die Tür standen ein halbes Dutzend Einkaufswagen, an der Seite stapelte sich Schrott und Trödel. Drinnen schien ein Fernseher zu laufen. Drei junge Katzen spielten im Schatten.
            »Jemand zu Hause?« rief Quitéria und klopfte. Der Fernseher verstummte.
            »Was wollen Sie?« antwortete eine heisere Stimme.
            »Sind Sie Jojo McIntire?« rief Jan. Man hörte ein Poltern, dann eine Zeit lang gar nichts.
            »Wer will das wissen?« fragte die Stimme schließlich.
            »Ein Fan«, antwortete Jan.
            Nach einer Weile öffnete sich die Tür einen Spalt breit. Jan konnte einen alten Mann erkennen, der sie mißtrauisch musterte. Eine graubraune Katze schlüpfte durch den Türspalt heraus.
            »Willst du mich verarschen, Schmock
            »Können wir mit ihnen reden, Mr. McIntire?« fragte Quitéria und strahlte ihn an. Jan hoffte, daß die Anwesenheit einer Frau McIntire etwas beruhigen würde, aber er behielt seinen mißtrauischen Gesichtsausdruck, als er die Tür jetzt weiter aufmachte.
            Er hatte nichts mehr gemein mit dem eleganten, gutaussehenden Coolster, den Jan auf den Coverphotos alter Blue-Note oder Dial LP's gesehen hatte. Ein steinalter Mann, gebrochen und verbittert, starrte sie an. Plötzlich stach sein Zeigefinger nach vorn. Er zeigte auf Quitéria.
            »Ich kenne dich! Du bist Crespos Frau. Was will er? Er kann es nicht zurückgeben.«
            Quitéria war völlig perplex.
            »Woher wissen Sie das? Ich habe Sie noch nie gesehen.«
            »Oh nein, man sieht mich nicht. Niemand sieht mich. Aber ich sehe euch. Er kann es nicht zurückgeben.«
            »Ich bin nicht mehr seine Frau.«
            »Er kann es nicht zurückgeben!«
            »Er will es gar nicht zurückgeben, er hat es schon verkauft«, sagte Jan.
            »Verkauft, an wen? Wo ist es?«
            »Wir wissen nicht wo es ist, deshalb sind wir hier.«
            »Es ist verschwunden?« McIntire trat einen Schritt zurück. Er duckte sich, als erwartete er einen Schlag. »Wo ist es, ist es hier?«
            »Nein, es ist in Deutschland.«
            »Deutschland, ah ¼ das ist weit fort.« Für einen Moment schien McIntire sich etwas zu entspannen, aber schnell wurden seine Züge wieder ein mißtrauisch. »Was wollt ihr dann von mir?«
            »Ich suche es. Vielleicht können Sie mir etwas erzählen, das mir hilft, es zu finden.«
            »Du suchst es? Das solltest du nicht tun.« McIntire begann glucksend zu lachen, es klang wie yakyakyak. Jan konnte sehen, daß er keine Schneidezähne mehr hatte. »Der Junge sucht es, nicht zu glauben.« Schlagartig wurde er ernst. »Paß auf, daß es dich nicht findet.« Sofort begann er wieder zu lachen, als hätte er einen Witz gerissen.
            »Mr. McIntire ¼« Er hörte Jan überhaupt nicht. Hechelnd lachte er vor sich hin, sein Körper begann sich in einer schwerfälligen Tanzbewegung hin und her zu wiegen. Er drehte sich um. »Kommt mit, ich zeige euch meinen Schatz,« sagte er und ging ins Innere der Hütte.
            Sie folgten ihm zögernd. Die Hitze stand unter der niedrigen Decke, und der Gestank von Katzenpisse war atemberaubend. McIntire winkte sie hinter sich her. Die Hütte bestand aus zwei Räumen - vorn eine Art Küche mit einem verdreckten, alten Kohleherd. Im hinteren Raum stand ein Feldbett, auf dem zwei Katzen lagen. Auf dem Boden, vor einem zerschlissenen Sessel flackerte ein kleiner Fernseher. Eine Gameshow lief ohne Ton.
            »Mein Schatz«, sagte McIntire, und wies auf das Gerät. »Ich habe es mir gekauft. Von Crespos Geld.« Er drehte sich zu Quitéria und grinste sie an. »Siehst du, er kann es nicht zurückgeben.« Wieder lachte er sein wildes, zahnloses Glucksen. Er drehte sich zu dem Fernseher und starrte darauf. »Es hilft gegen das Heimweh.« Sein Lachen verklang. Er sah blicklos auf das hektische Treiben der Show hinab. »Ich will nicht zurück nach Iowa, aber mein Herz, das will nicht hier bleiben.« Er beugte sich mühsam zum Fernseher hinunter, um ihn auszuschalten. »Mein Herz will nicht hierbleiben, dabei weiß es ganz genau, daß es hierbleiben wird bis zum jüngsten Tag. Bis zum jüngsten Tag und länger. Dies ist meine Hölle.« Er stemmte sich wieder hoch. »Immerhin habe ich sie mir selber ausgesucht«, sagte er, ohne sie anzusehen. Er starrte weiter auf den ausgeschalteten Fernseher.
            Plötzlich blickte er auf. »Es ist in Deutschland? Was macht es da?« Er ging auf Jan zu und näherte sich seinem Ohr. Jan konnte seinen Schweiß und seinen Atem riechen. »Es hat Crespos Wohnung angezündet«, flüsterte er und brach wieder in brüllend lautes Gelächter aus. »Und was hat es in Deutschland getan?«
            »Es hat zwei Menschen umgebracht«, hörte Jan sich sagen. Mein Gott, ich werde auch verrückt, fuhr es ihm durch den Kopf.
            »Zwei Menschen? Es wird immer böser.« McIntire sah Jan ernst an. »Du mußt aufpassen. Seit Charlie es nicht mehr wollte, ist es böse geworden.«
            »Es hat wirklich Charlie Parker gehört?« fragte Quitéria.
            McIntire sah sie erstaunt an.
            »Ja, natürlich. Es ist für ihn gemacht worden. Nur für ihn. Und nur er hat darauf gespielt. Aber er wollte es nicht. Er hat es verjagt.« Traurig schüttelte er den Kopf. »Er hätte das nicht tun dürfen. Alles wäre gut geworden, wenn Bird es behalten hätte.« Mühsam rang er um Atem. »Heute weiß ich warum er es getan hat. Früher habe ich es nicht verstehen können, aber ich habe viel darüber nachgedacht. Ich hatte viel Zeit dazu, sehr viel. Irgendwann habe ich dann alles verstanden.« Er strich sich durch seinen wenigen, weißen Haare. Sein Blick war verschwommen, als nähme er seine Umgebung nicht richtig wahr. »Bird hat es gespürt: es hat seinen eigenen Willen. Ihr hättet es hören sollen. Niemals wieder habe ich einen solchen Ton gehört, auch von Bird nicht, von niemandem. Aber Charlie wollte es nicht. Er hat gemerkt, daß es nicht das tat, was er wollte. Nicht nur. Es hat etwas hinzugefügt, das er nicht kontrollieren konnte. Er hat darauf gespielt, solange es da war. Aber es hat gemerkt, daß er es nicht wollte, da ist es fortgegangen. Dabei war Bird der einzige, der groß genug war. Wir anderen ¼« Er verstummte. Langsam schlurfte er zu dem alten Sessel und sank hinein. Sein Blick war leer.
            Jan fühlte, wie ihm der Schweiß unter dem T-Shirt den Rücken hinablief. Die Hitze war unerträglich. Vor den Scheiben des einzigen Fensters hingen verdreckte Lumpen und dämpften das Licht der Nachmittagssonne. Er setzte sich auf den Rand des Feldbettes. Quitéria blieb an der Tür stehen.
            »Wo kam es her?« fragte Jan.
            »Es war ein Geschenk. Ein Geschenk vom ›großen Mann‹ - so nannten wir ihn, den ›großen Mann‹. Monsieur Durant-Delnois - oh boy, was hatten wir Schiß vor dem. Wenn er dir in die Augen gesehen hat, wärst du am liebsten im Boden versunken. Du hast dich gefühlt wie Ungeziefer. Er wußte über alles Bescheid in Paris, er hatte überall seine Finger drin. Das war eine wüste Zeit, damals. Die verdammten Froschfresser haben sich geprügelt bei den Konzerten. Die einen waren für Bebop, die anderen für Hot und Swing. Was haben wir gelacht. Keiner von uns hat das verstanden. Als ob es da Gegensätze gegeben hätte! Aber die Frenchies sahen das so. Dann kam irgendwann Durant-Delnois zu einem Konzert. Ich glaube, Charles Delaunay hat ihn mitgebracht. Er hat uns zu sich nach Hause eingeladen - sagte, er sei Bebop-Fan, aber das war bullshit. Er war überhaupt nicht an Jazz interessiert. Das einzige was ihn interessierte, war Charlie. Er hatte gemerkt, daß Bird etwas Großes besaß. Charlie war der einzige, der überhaupt keinen Respekt vor ihm hatte. Er nannte ihn Victor, das hätten wir uns nie getraut. Durant-Delnois hat Charlie das Sax geschenkt. Es war wunderschön ¼extra für ihn angefertigt, mit einem Vogel auf dem Trichter eingraviert - Bird's Bird nannte er es. Bird hat es genommen, ein paar Töne gespielt, dann sagte er Thank you. Das war's, nur Thank you, er hat nicht einmal gelächelt. Ich glaube, er hat sofort gemerkt, daß etwas damit nicht stimmte. Er hat nur ein paar Gigs damit gespielt, es gibt keine Aufnahmen davon. Nur hier drin.« Er zeigte auf seinen Schädel und grinste, ohne den Kopf zu heben. »Nur ein paar Gigs, drei, vier vielleicht. Dann hat es ihn verlassen.«
            Jan wischte sich den Schweiß von der Stirn. Der alte Mann saß zusammengesunken in seinem Sessel. Die Erinnerung schien ihn mit sich fortgetragen zu haben. Jan fragte sich, was an der Geschichte stimmte und was Produkt von McIntires verwirrtem Geist war. McIntire blickte ihn an.
            »Wie ist dein Name, Junge?« fragte er.
            »Ich heiße Jan Richter. I'm from Cologne, Germany
             »Cologne? I know Cologne ¼« McIntire begann zu kichern. »Still got that damn' cathedral? Maaaan, that's huge! Yakyakyakyak ¼« Er beruhigte sich nur langsam. »Ich war mit der Lady da, irgendwann.«
            »Die Lady? Meinen Sie Billie Holiday?« fragte Jan.
            »Genau, die Lady, wen soll ich sonst meinen. Wir gingen zu einer Session, nach dem Gig, in einem Kellerclub. Natürlich war es in einem Keller, in Europa haben wir fast immer in Kellern gejammt. Ich weiß noch, dieser war in der Nähe von einem riesigen Stadttor. Sah aus, als käme gleich Errol Flynn um die Ecke, mit 'nem grünen Hut auf. Die Lady war mit dabei, das war selten. Es war ein besonderer Abend. Vor allem für mich. Sie hatte wieder Ärger mit ihrem Ehemann, sie trug im Winter in diesem verdammten Keller eine Sonnenbrille. Die Treppe sei sie runtergefallen, hat sie gesagt. Er hatte ihr natürlich auf's Auge gehauen. Louis McKay hieß er, Arschloch. Sie war großartig bei dieser Session - ich meine, sie war natürlich immer großartig, wenn sie nicht zu high war, aber an diesem Abend ¼« McIntire quälte sich aus dem Sessel, stellte sich in die Mitte des Raumes und hob die Fäuste zu einer triumphierenden Geste. »Ich durfte sie trösten, an diesem Abend. Ich war nett zu ihr ¼ sehr nett. So nett, wie ich es immer sein wollte, und es hat ihr gefallen. Ich denke noch oft daran. Ja, tatsächlich, Jojo hat die Lady getröstet, und sie war glücklich. Sie hat gelächelt.« Er grinste breit und entblößte seine zahnlosen Kiefer. »Deshalb erinnere ich mich an Cologne.« Er verstummte, sein Blick schien einen Punkt weit außerhalb der Gegenwart zu fixieren. Er sank wieder in den Sessel.
            »Wie ging es weiter, mit Ihnen und der Lady?« fragte Quitéria.
            »Weiter?« McIntire sah sie an. »Es ging nicht weiter. Am nächsten morgen hat Louis McKay dafür gesorgt, daß man mich aus der Band warf. Ich habe die Lady nie wiedergesehen.« Die graubraune Katze kam wieder herein und sprang McIntire auf den Schoß. »Komm her, Lady« sagte er. »Alle meine Katzen heißen Lady. Es gibt auch einen Hund, der mich besuchen kommt, ich nenne ihn Kenny. Nach dem besten Menschen, den ich je traf. Und es gibt eine dunkelgraue Ratte, sie heißt Jack. Ich weiß nicht, vielleicht gibt es auch viele dunkelgraue Ratten, sie können nicht so alt werden, sie besucht mich seit vielen Jahren. Kann sein, daß es immer andere sind, aber es gibt sie, und sie besuchen mich. Und sie heißen alle Jack. Meine Katzen heißen Lady. Ich überlege manchmal, ob das richtig ist. Wenn du eine Katze trittst, kratzt sie dich - treib sie in die Enge, und sie kämpft, und wenn du nicht verdammt aufpaßt, tut sie dir mächtig weh. Und vor allem - sie kommt nicht wieder, sie geht dir aus dem Weg. Die Lady ist immer wiedergekommen, wenn jemand sie geschlagen hat. Hat sich immer jemanden gesucht, der sie schlägt. Wenn einer nett zu ihr war, hat sie ihn gar nicht wahrgenommen, die Lady. Ein Hund kommt immer wieder, wenn wir ihn treten. Eine Katze nicht. Aber die Lady. Wißt ihr, was ich machen werde? Ich werde sie alle umbenennen. Der Hund heißt jetzt Lady, die Katzen Kenny und die Kakerlaken heißen Jack. Alle.«
            Jan wartete auf sein seltsames Lachen, aber es blieb aus. McIntire starrte auf den ausgeschalteten Fernseher, als gäbe es etwas Spannendes zu sehen. Leise sprach er weiter.
            »Ich hatte ein Saxophon von Bird, und ich habe die Lady getröstet. Ich habe gedacht, das würde mich groß machen. Das habe ich wirklich geglaubt. Dafür bin ich in die Hölle gekommen.«
            »Was ist mit dem Saxophon passiert, als Bird es nicht mehr wollte?« fragte Jan.
            »Es ist fortgegangen, erst zu Jack, und dann zu mir.«
            »Jack? Welchen Jack meinen Sie?«
            »Jack Saphire, natürlich - der Teufel soll ihn holen.«
            Jan setzte sich auf. Er sah McIntire entgeistert an.
            »Es hat Jack Saphire gehört?«
            McIntire starrte ihn böse an. Er brüllte los, so daß die Katze erschreckt von seinem Schoß sprang. »Hörst du mir nicht zu, Mann? Es gehörte nur Charlie, sonst niemandem. Es geht, wohin es will. Es ist von Charlie zu Jack, und von Jack zu mir gegangen, hörst du! Ich habe es nicht gestohlen! Ich habe niemals gestohlen, auch wenn Jack das behauptet. Es ist zu mir gekommen. Der Schlüssel lag einfach da, auf dem Boden, ich habe ihn nur aufgehoben. Ich habe es nicht gestohlen, es wollte zu mir. Als Jack hierher kam, um es zu holen, da wollte es nicht fort, es wollte bei mir bleiben. Er hat mich die Treppe runtergeworfen, der Hurensohn, die lange Treppe unter dem Schloß! Er hat mich hinuntergestoßen! Meine Zähne ¼ meine Zähne ¼« Sein Gebrüll verklang in einem hilflosen Schluchzen. Er vergrub sein Gesicht in den Händen. »Ich habe nie wieder spielen können, nie wieder - dieser Verbrecher, dieser gottverdammte Verbrecher. Ich habe gelogen für ihn, er war doch mein Freund, dachte ich ¼ Ich habe gelogen, als sie es gesucht haben. Gelogen, weil Jack es behalten wollte. Kenny glaubte, ich hätte es. Ich habe Kenny angelogen, ausgerechnet Kenny, der Herr schütze seine Seele. Sie haben mich rausgeworfen. Ich war raus, und Jack war drin. Da ist es zu mir gekommen. Ich habe versucht ¼ ich habe wirklich versucht, es Bird wiederzubringen. Ich habe es ihm gegeben, als er wieder nach Paris kam, aber er wollte es nicht. Er hat noch einmal darauf gespielt, noch ein einziges Mal ¼ ihr hättet es hören sollen. Er hat gezaubert damit, wirklich gezaubert. Niemand hat so etwas je gehört. Aber er hat es mir wiedergegeben, einfach so. Er wollte es nicht ¼« McIntire saß tief atmend und blicklos in seinem Sessel. »Es hat mich getröstet, zuerst ¼ aber es wurde böse, irgendwann.« Er blickte ängstlich um sich, als fühle er eine Bedrohung hinter sich. Leise, fast flüsternd sprach er weiter. »Als Charlie tot war, hat es angefangen, es wurde immer schlimmer, ich konnte es spüren ¼ ich hab mich kaum noch in seine Nähe getraut. Und dann wollte es zu Crespo. Wollte einfach weg. Ich hab es ihm gegeben - für einen Fernseher.«
            McIntires Körper wurde geschüttelt von einer Mischung aus Schluchzen und verzweifeltem Lachen. »Für einen Fernseher!« wiederholte er immer wieder.